Donnerstag, 12. August 2010

BACK IN THOSE DAYS - things last forever


Halli Hallo Hallöchen meine Lieben,

*waaaah* schon wieder August. Und ja, ich weiß, hier passiert viel zu selten etwas.

Ich hätte gerne eine gute Fee, die zu mir kommt um mir drei Wünsche zu erfüllen. Mehr Zeit, würde ganz oben stehen.
Dabei hab ich genug Zeit, sie wird nur schlecht von mir genutzt.
Naja, vielleicht wünsch ich mir von der Fee, doch eher ein Seminar in Zeitmanagement.
Und was ich mit den beiden anderen Wünschen mache, ätsch bätsch - verrat ich nicht.

Doch die Fee wird nicht kommen, weil es sie nicht gibt.
*seufzt*
Wirklich an Feen zu glauben, ist nur Kindern vorbehalten.
Wir Großen wissen einfach, dass einem NICHTS geschenkt wird.
Was eigentlich schade ist?

Wenn man klein ist, dann lebt man in der absoluten Gewissheit, dass man wirklich ALLES tun, lassen und werden kann, was man will. Der kindlichen Phantasie stehen alle Türen offen.
Man kann hemmungslos davon träumen Prinzessin, Seeräuber, Astronaut oder Kuchenbäcker zu werden.
Man kann noch ungestraft davon schwärmen den eigenen Vater zu heiraten, weil kein Mann, je besser zu einem passen wird als er.

Aber >PENG< solche Kindheitsträume zerplatzen wenn man älter wird, im Angesicht der realen Möglichkeiten, schneller als ein Luftballon in einem Kaktusfeld.
Was im Fall des Wunsches den eigenen Vater zu heiraten, nicht unbedingt das Schlechteste ist.

Und was wird aus den anderen Träumen, die man als naiver Knirps hatte? Was wird aus den Hoffnungen, die damit verbunden waren und die einen selig Grinsen ließen?

Wenn ich mal groß bin, dann …

Träume sind Gedanken, Gedanken sind Energie und Energie geht ja laut dem Physikunterricht nicht verloren.
Gibt es also irgendwo ein Fundbüro der verlorenen Träume, wo ein missmutiger Buchhalter Gnom akribisch Buch über die Neuzugänge führt? Wo die schillernsten von ihnen, in Gläsern verpackt und beschriftet langsam vor sich hin stauben?
Was für ein trauriger Gedanke.

Wenn man erwachsen geworden ist, erfordert träumen sehr viel mehr Mut oder ein dickeres Fell, denn die Umwelt reagiert meist skeptisch auf zuviel Idealismus.
Ich träume davon mal eine Kreuzfahrt auf einem Luxusliner zu machen, irgendwann noch mal davon einen Hubschrauber zu fliegen und davon mal ein Buch zu schreiben.

Was sagt meine Umwelt als erstes, wenn ich damit ankomme.
„Tinks, du wirst nie genug Geld für die Kreuzfahrt haben, um zu Fliegen sollten man mehr mathematisches Verständnis als ein Gänseblümchen haben und dein Buch will bestimmt keiner lesen.“

Ey, na und?!
Es ist mir doch egal, dass ich es vielleicht nie schaffen werde, aber ich darf doch davon träumen. Wo steht denn geschrieben, dass man diese Luftschlösser wirklich bauen muss?
Nirgends.

Es geht um das Gefühl glücklich zu sein, wie in Kindertagen, dann darf man auch gerne etwas rumspinnen.

Ein südamerikanischer Indianerstamm lebt nach dem Motto: Wer nicht richtig träumen kann, krieg Probleme mit der Wirklichkeit.
Also nehmen wir und vor, wieder mehr zu träumen und glücklich zu sein. Ganz ohne den Anspruch der Verwirklichung.

Und für den Fall, dass ihr auch Lebensträume habt, die es wert sind geschützt zu werden, schickt sie mir. Ich pack sie zu meinen und gemeinsam lassen wir sie reifen, bis ihre Zeit gekommen ist.
Denn wer weiß, vielleicht wird das ja mit dem einen oder anderen ja doch noch was. Um da vielleicht noch ein bisschen nachzuhelfen, könnt ihr heute noch mal Sternschnuppen-gucken und immer brav dabei was wünschen.

Meine Lieben, genießt euren Leben und ich wünsche euch noch einen geruhsamen Abend
Eure Tinks


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