Mittwoch, 15. September 2010

BAD NEWS - on a good day


Hallöchen meine Lieben!

Ich muss euch warnen, ich bin heute seltsam drauf und dass schlägt sich auf meine Gedanken nieder. Also wer etwas Heiteres erwartet, sollte besser auf den nächsten Beitrag warten. Heute muss ich etwas Ordnung in meine kruden Gedanken bringen.

Ist euch schon mal aufgefallen, dass wir zunehmend in einer Kultur der schlechten Nachrichten und der Angst leben?
Wenn man Zeitungen aufschlägt oder die Nachrichten einschaltet, dann dominieren die Krisen, die Katastrophen, die Tragödien und der Atomkonsenz.

Und die Verschwörungstheorien blühen auf und finden ihren Weg sogar in die Kinos.

Ja, klar. Ich weiß auch, dass sich damit am leichtesten die Aufmerksamkeit der Menschen gewinnen lässt. Das erzeugt aber auch eine Schieflage in der Wahrnehmung unserer Wirklichkeit.

Früher war alles besser?

Sicherlich nicht; oder zumindest nur in einem gewissen Maß.
Man bekam früher einfach weniger davon mit. Nachrichten verbreiteten sich nicht in Windeseile, noch gab es eine so hohe Vielzahl von Bilddokumenten der jeweiligen Begebenheiten, die den Eindruck erzeugten, das Ende der Welt sei gekommen.

Man schaue sich nur mal die Bilderflut um den 11. September an, die Tsunami-Katastrophe oder bei der Loveparade vor kurzem. Immer sind es die schlechten Dinge, die wir für besonders beachtenswert halten und die deshalb so lange in Erinnerung bleiben.

Warum muss man die guten Nachrichten, die Meldungen die anrühren oder einen zum Schmunzeln bringen immer hinten suchen oder erst am Ende mitbekommen?

Ich mag es wenn Feuerwehrmänner Autobahnen sperren damit Entenküken sicher von einer Seite auf die andere kommen können, wenn alte Damen ihre Handtaschendiebe mit der selbigen vermöbeln bis die Polizei kommt, oder wenn bei einer weltbedeutsamen Konferenz alles glatt lief und wirklich Entschlüsse gefasst wurden.

Vielleicht ist das Langweilig, aber das Leben besteht nicht nur aus Tragödie. Es besteht auch als kleinen Gesten der Mitmenschlichkeit, der Nächstenliebe und der stillen Aufopferung. Einem Lächeln das Mut macht oder einer Umarmung in ausweglosen Situationen.
Wenn, und ich glaube fest daran, alles in einer kosmischen Harmonie sich ausgleicht, dann steht jedem Übel das gleiche Maß an Schönem gegenüber.

Bin ich wirklich die Einzige, die sich darüber freuen würde, wenn die Tagesschau mal so beginnt:

„Guten Abend meine Damen und Herren.
In Wanne-Eikel ist heute Nichts passiert. Auch in Poppenbüttel verlief der Tag ereignislos.“


Das wäre grooooooooooooooßartig.

Ist das vermeintlich Bedeutsame denn wirklich soviel gewichtiger als das Banale?
Und warum hab ich immer so ein leises, schlechtes Gewissen, wenn ich meine Klatschmagazine lese?
Ich meine, selbst wenn ich mich über die Verflechtungen von Politik und Wirtschaft auf dem neuesten Stand halte. Wenn ich weiß welcher Politiker eigentlich Lobbyist für diesen oder jenen Konzern ist. Wenn ich den Wahrheitsgehalt der gängigen Verschwörungstheorien kenne, was nützt es mir; Außer vielleicht dass ich Magengeschwüre habe?

Die Welt betrifft mich unmittelbar und nicht theoretisch.

Ich gehe lieber zu einer Typisierungsaktion in meiner Stadt für ein leukämiekrankes Kind, als dass ich für Delphinwaisen in der Südsee spende.
Ich will mich nicht für mein kleines, unbedeutsame Leben schämen, denn ich bin glücklich darin. Es hat mich lange Zeit gekostet mich und meinen Platz zu finden. Ich bringe Menschen zum Lachen, höre ihnen zu, oder gehe ihnen solange auf den Sack, bis sie mich Arschtörtchen nennen.
Gut, das wird niemals in irgendwelchen Medien seinen Niederschlag finden, aber das ist für mich genau so real, wie die Probleme im Nahen Osten.

Ich bin gerne ein kleines Rädchen im Getriebe; gehe zur Wahl und versuche mich an die Gesetzte zu halten. 
Ich will aber auch nichts anders sein.
Ich bin keine Rebellin, die alles niederbrennen möchte um aus der Asche Neues zu schaffen.

So wie es ist, ist Vieles gut. Zeit dass wir es nur wieder erkennen.
Bieten wir der Resignation und der Angst die Stirn und suchen nach der Hoffnung in dieser Welt, egal wie winzig und unscheinbar sie auch scheinen mag.

Good news for a better day

So ihr Lieben.
Ich hoffe ich hab euch nicht zu sehr genervt aber das musste raus.
Jetzt geht’s wieder. *durchatmet*
Ich wünsche euch eine erfreuliche, hoffnungsvolle Restwoche.

Eure Tinks.

Montag, 13. September 2010

OHRWÜRMER - gibts da nicht was von Ratiopharm?


Alooooohaaaaa ihr Lieben,
*sich die Augen reibt* meine Fresse, ist das wirklich schon wieder einen Monat her?

[Rhetorische Frage, ich kann es ja am Datum erkennen :( ]

Kein Wunder, dass mich einige von euch darauf hingewiesen haben, dass ich es schleifen lasse; aber wo ihr Recht habt, habt ihr Recht.
Und noch viel schleifiger wird es, da ich diesen Blogbeitrag sogar schon vor einer Weile, von Hand vorgeschrieben hatte und einfach nur zu faul für den Feinschliff war.
Aber jetzt wo die Tage wieder länger werden, komm ich bestimmt wieder häufiger zum Tippen. Jawollja!!!!!


Gestern Nacht wurden die MTV VMA´s; zu deutsch Video Music Awards verliehen und große Siegerin war Lady Gaga, die mit acht Trophäen nach Hause stöckelte.
Diese Monsterschuhe von Alexander McQueen waren wirklich beeindruckend *g* und ich bin ja immer noch der Meinung, die Lady ist ein Kerl … aber anyway. Darum geht es mir gar nicht.
Sondern um ihre Musik.
Poker Face, Bad Romane, Disco Stick und Co.

Einige Songs der Dame haben mir in letzter Zeit so manchen Tag nachhaltig vermiest, weil sie mich als Ohrwurm begleiteten. Und nein nicht etwa die halbwegs sinnvollen Passagen dieser musikalischen Splitterbomben, sondern ihre noch viel beknackteren Refrains.

Argh, es geht schon wieder los. Ich hab grade Alejandro im Ohr.


Don't call my name, don't call my name Alejandro


*Kopf gegen die Wand wummert*

Warum müssen es immer die üblen, die richtig richtig üblen Songs sein, die mir im Ohr bleiben? Die Sorte von Lied, das sich in meinen akustischen Hirnwindungen festkrallte und den ganzen Tag per Dauerschleife in meinem Kopf Kreise dreht, bis ich kurz vorm Amoklauf stehe?

Okay, dazu gehört bei mir nicht viel. Aber trotzdem?

>> Übrigens ist Amoklaufen laut Hildegart Kneef, eine gute Möglichkeit um sich fit zu halten. Kommt im realen Leben nur ein bisschen aggressiv-psychotisch rüber.

Muss ein Musikstück wirklich schlecht sein um mir in Erinnerung zu bleiben?
Sagt das gar etwas über meinen Musikgeschmack aus, meine Toleranzschwelle oder meine leichte Beeinflussbarkeit gegenüber dem Mainstream?
Warum mach ich mir überhaupt darüber Gedanken, ich könnte auch einfach den Sender umschalten, wenn so ein potentiell bedrohlicher Song kommt?

Aber Senderwechsel hätte keinen Sinn. Glaubt es mir.
Es gibt Lieder, die warten nur darauf, dass ich sie höre. Bestenfalls noch früh am Morgen.
Das gilt für jedes ABBA Stück, das jemals auf Tonträger gebannt wurde.
Meine allgemeine Morgenmuffeligkeit vor dem ersten Kaffee und dann die fröhlich, psychedelischen Klänge von Dancing Queen im Ohr ist keine gute Kombination um mir über den Weg zu laufen.

An Tagen, die zu solchen Morgen gehören, bräuchte ich also ein Anti-Ohrwurm Mittel. Ein Gegengift, das mich wieder in den gelassenen Menschen verwandelt, der ich bin.

Vielleicht sollte ich für solche Notfälle immer einen separaten MP3 Player bei mir tragen auf dem nur Modern Talking Hits zu finden sind? Also wirklich nur für den allerschlimmsten Notfall, denn Machwerke von Dieter Bohlen erreichen eine ganz eigene Qualität der Grausamkeit und sind mit Vorsicht zu genießen. Beim ersten Mal findet man sie nur rotzig, nach dem fünften Mal vielleicht annehmbar und irgendwann erwischt man sich dabei, wie man die Melody mitsummt.


Photobucket


Habt ihr Strategien gegen nervige Ohrwürmer?
Notfalltipps oder alte, geheime Hausmittelchen, die man schnell und effizient anwenden kann? Ich bin für jede Anregung dankbar. Wirklich!

Lust auf einen kleinen Selbstversuch?

Zu Risiken und Nebenwirkungen, stopfen sie sich die Packungsbeilage in die Ohren und schreien sie ihren Ohrenarzt oder Hörgeräthersteller an.
So und damit lass ich euch heute alleine. Geteiltes Leid ist doppelte Freude, oder so.




Eure Tinks.

P.S: Ich grüße ein paar ganz besondere Menschen, mit denen ich diesen Monat so viel Spass hatte. Danke dafür, dass ihr so seid wie ihr seid. Und das es euch gibt.

Dann bedanke ich mich für die tollen Komentare zu meinem letzten Post.
Das ist mein Anspruch hier nichts Halbherziges einzustellen. Verzeiht, wenn es doch mal vorkommen sollte.

Ach ja und ich grüße alle Glückskekse, denn heute ist der Welttag des Glückskekses - ohne Scheiß.