Montag, 4. April 2011

GIMME THAT FEELIN

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Huhu meine Lieben ...

Ich habe heute Morgen in meiner Ringschale nach einem bestimmten Ring gesucht und bin dabei auf einen anderen Ring aufmerksam geworden, den ich schon lange mein Eigen nenne.
Besser gesagt, er ist mir wieder in die Finger gefallen und ich frage mich, warum ich ihn vergessen hatte. Er war Jahre lang eines meiner liebsten Schmuckstücke. Aber irgendwann hatte er seinen Reiz verloren, weil ich mich an ihm sattgetragen hatte.

“Meeeeeeeeeeeeeeeeein Schaaaaaaaaaaaaatz, soooooooo schön. Er ist unser und die Hobbitse haben ihn uns gestoooohlen.“

Keine Sorge, den Ring mein ich nicht. *g*


Ich habe ihn jedenfalls spontan wieder angezogen und mich neu in ihn verliebt.

“Meeeeeeeeeeeeeeeeein Schaaaaaaaaaaaaatz, soooooooo schön. Er ist unser“

Ähm ja, danke für den Beitrag Smeatinks. Geh und iss dein Suhsi.
*wegscheucht*


Jedenfalls hat mich die Ringsache auf einen anderen Gedanken gebracht, der mit einer grundlegenden Problematik verbunden ist.

Irgendwann wird man dessen, mit dem man seine Zeit verbringt überdrüssig.

Wann ist also ein guter Zeitpunkt gekommen um aufzuhören bevor eine Sache ihren Reiz verliert?

Wann ist der Moment ideal, sich vom Dingen, Hobbys, Beziehungen, Marotten, Träume etc. loszusagen?

Keine Angst ich habe meinen Blog noch lange nicht satt aber Anderes schon.

Angeblich soll man ja aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Leicht gesagt, eher schwierig in der Umsetzung. Denn wenn’s am Schönsten ist, ist meist auch der Zeitpunkt, wo man glaubt der König der Welt zu sein. Alles ist leicht und ergibt sich scheinbar mühelos. Man ist im Rausch, schwebt und könnte ewig so weitermachen.

Doch irgendwann landet man auch unweigerlich wieder auf Normalniveau und ist ein Sterblicher unter anderen Sterblichen. Dahin alle Leichtigkeit und vorbei der Rausch der einen benebelt hat.
Das gilt, im gleichen Maß für Beziehungen, für Hobbys oder Dinge, wie den allertollsten Ring der Welt. Entschuldigt den Vergleich, mir fällt grad kein besserer ein.

Also doch vorher aufhören, bevor sich diese Überdrüssigkeit überhaut einstellen kann?
Bevor man das Gefühl hat mehr von sich zu geben als zu bekommen?
Und stattdessen mit halbwegs positivem Gefühl aus der Sache rauszugehen?

(Okay, das trifft eher auf Beziehungen und Tätigkeiten zu und weniger auf den Ring.)

Und wie geht man dann mit dem etwaigen schlechten Gewissen um, dem Verlust und den Entzugserscheinungen?
Immerhin hat ES ja eine Zeitlang für Wohlbehagen gesorgt.

Aber vielleicht liegt es ja auch an mir und an der Sache selbst hat sich nichts verändert?

Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, zu unfelxibel, zu kurzsichtig um mit Durststrecken umzugehen?
Vielleicht muss ich nur mein Hirn ausschalten, die Augen zu machen und durch diese Phase durchgehen?

Ist das Problem nur ein vermeintliches Problem, weil ich es dazu mache?
Muss sich mein mentaler Kompass erst wieder einnorden, bevor ich erkennen kann, wohin mein Weg führt?

„Es kommen auch wieder bessere Zeiten“, hätte meine Oma (Göttin hab sie selig) gesagt und sie hat ja recht.

Schon klar, es kommen bessere Zeiten. Aber souverän in sich ruhen ist schwer, wenn die Gedanken unzählige Szenarien in Dauerschleife durchspielen.

Aber ich werde es mit den kleinen Schritten versuchen.
Erst mal tief durchatmen *schnauf* und dann noch mal *schnauf*.

Besser!

Danach steck ich mir ein Ziel, dass ich heute noch erreichen kann.
Nur eins. Dann kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich es erreicht habe.

Ich schraube mir also meinen neuen, alten Lieblingsring an den Finger und mach mich daran das alte Gefühl des Wohlbehagens wieder zurück zu bekommen, … denn ich will dieses Gefühl unbedingt wieder haben .. Das Gefühl durchs Leben schweben zu können.


Ihr Lieben .. entschuldigt den scheinbar so sinnfreien Post heute, aber diejenigen, die ich in den letzten beiden Wochen damit zugetextet hab, wissen wovon ich hier genau rede. Ich verspreche das Thema ist jetzt erst mal durch und wird von mir nicht mehr angesprochen.
*hebt die Flosse zum Schwur*

Eure Tinks

Kommentare:

  1. *schnukkel mal ganz doll drücken muss*

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  2. Meine liebe Weltherrscherin,
    *freundschaftlich in Arm nimmt*
    da ich nicht zu der Personengruppe gehöre die du zum Schluss nennst *grinst*, kann ich nur dieses Thema als das auffassen, was so oft im allgemeinen dahinter steckt.
    Man soll aufhören wenn's am schönsten ist...?
    Also rein theoretisch ja ein netter Spruch, aber genau dann empfinde ich es am schwersten sich von etwas loszusagen. Klar, man hat dann eine super Erinnerung am Schluss, aber eigentlich doch auch immer diesen Nachgeschmack des Unvollendeten, zumindest geht es mir so.
    Dieses Gefühl, was wäre wenn...?
    Ganz ehrlich, ich für meine Begriffe beende doch nicht eine Party wenn sie gerade am schönsten ist, ich beende auch keine Beziehung wenn sie gerade das beste in meinem Leben ist, ich höre auch nicht auf zu schreiben wenn's gerade super aus meinen Gedanken und Fingern rinnt, oder oder oder...
    Das könnte ich jetzt so weitermachen, ist aber auch sinnfrei glaub ich.
    Ich kann nur sagen:
    Ich würde etwas beenden, hinter mir lassen, mich davon lossagen wenn die Luft definitiv raus ist, wenn ich genau spüre, dass wenn ich loslasse, ich mich besser fühlen und die Hand für etwas neues frei hätte.
    Manchmal spürt man das auch, tut es auch und dann merkt man, es war doch nicht der richtige Zeitpunkt. Zwar kann man nicht bei allen Dingen dann einfach so zurückgehen, aber bei einigen finde ich schon. Wie du und dein Ring eben...
    Neu entdecken oder plötzlich in alten Dingen neue Energie sehen!
    LOOOOOL ich wieder - sorry Weltherrscherin - ich hab auch zur Zeit meine Phase der komplexen Fragen des Lebens =)
    Nenn' mich Konfuzius Konfusus! Und grüß mir Kafka (hast du ihn mal damit konfrontiert?)
    *vorschlägt*
    Fühl dich gedrückt *Hut kurz hebt*
    der Krabatsche

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  3. Danke euch beiden ... *mal zurück flauscht*

    Mit dem Schreiben gings mir auch schlagartig besser ^^

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