Montag, 13. Juni 2011

DURCH FREMDE AUGEN Photobucket


Habt ihr euch …

auch schon mal gewünscht, einen Tag, eine Stunde oder nur wenige Sekunden durch die Augen eines anderen zu sehen? Nicht seinen Standpunkt einzunehmen, sondern einfach nur mit seinen Sinnen zu empfinden.

Die Wahrnehmung der Welt hängt maßgeblich davon ab, welche Eindrücke man von ihr bekommt und wie man gelernt hat sie zu verarbeiten.
Ich sehe meine Umwelt aus einem bestimmten Blickwinkel. In meinem Fall aus etwas mehr als 170 cm Distanz zum Boden und laut Augenarzt ohne nennenswerte Beeinträchtigungen. Ich fühle Kälte und Wärme auf eine bestimmte Art und Weise, nehme Nervenimpulse spezifisch wahr und verdränge so und soviel Raum. All das prägt meine Eindrücke und in dieser Form, bin ich die einzige, die die Welt so empfindet!

Aber wie wäre all das, wenn ich die Möglichkeit hätte meine Sicht zu hinterfragen, indem ich, wie ein kurzer Besucher, in den Körper eines anderen schlüpfen könnte?

Vielleicht nicht grade durch ihre Augen ^^ aber so generell



Was würde sich dadurch ändern. Würde sich überhaupt etwas ändern?
Wäre mein Gehirn in der Lage diese völlig neuen Impulse zu verarbeiten?
Oder bliebe die Welt dunkel durch die Augen eines anderen?

Es gibt ja Fälle in denen von Geburt an Blinde nach Operationen wieder sehen konnten, doch ihr Gehirn, das nie sehen gelernt hat, weigert sich die neuen Impulse zu verarbeiten. Sie blieben blind.

All meine Fragen bleiben unbeantwortet, ohne Hirntausch. Schon klar! Vielleicht fragt ihr euch grade jetzt, warum ich überhaupt Zeit auf solche schwachsinnigen Hypothesen verschwende.

Ja, die Fragen mögen kindisch sein, aber ich finde den Gedanken dennoch faszinierend!
Zumal es schon genug Momente gibt in denen ich diesem ungewohnten, fremden Blickwinkel ziemlich nahe komme.
Manchmal, beim Betrachten von Fotos, wo ich mich so gar nicht getroffen fühle, oder wenn ich zähneputzend vor dem Spiegel stehe, gibt es Augenblicke, in welchen ich mich frage, wer die Person mir gegenüber ist. Sie kommt mir vage bekannt vor, wie eine Figur aus einem Lieblingsbuch, einem Song oder Film, aber eben mit einer klaren Distanz zu mir.
Ich schau sie an und versuche zu erkennen ob sie glücklich ist, ob sie in sich ruht. Ich betrachte mich mit den Augen eines unbeteiligten Beobachters voller Neugier. Und dann fällt der Schleier wieder, es ist vorbei und ich sehe wieder mich beim Zähneputzen, weil mein Hirn weiß, dass ein Spiegelbilde nur mich zeigen kann.

Das ist ähnlich, wie bei dem Kinderspiel, wo man ein Wort solange wiederholt, bis sich die Bedeutung vom Wortlaut löst. Versucht es mal.

„Tischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtischtisch“

Und habt ihr es gemerkt. Es gibt da diesen einen Punkt, wo es bricht. Dafür gibt es auch in der psychologischen Linguistik ein Fachwort, mir fällt es grade nur nicht ein.

Nein, polymorphe Schwachsinnigkeit ist es nicht. *g*

Anyway …
bevor ich jetzt noch vollkommen in den Tiefen meiner pseudo-philosophischen Phase abtauche, wünsch ich euch einen wundervollen Rest Pfingstmontag.
Lasst es euch gut gehen

Eure Tinks

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