Sonntag, 9. Oktober 2011

*** Gedankenspaziergang ***

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Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.  

Ihr Lieben ...

... das sind weise Worte, in denen leider viel zu viel Wahrheit stecken.*sfz*

Vergleichen und der Überfluss von Optionen, nimmt allem, was man in Relation zu etwas anderem stellt, den Wert. Es nimmt einer Sache, einem Ding, einem Talent, einem Gefühl, die Liste ist beliebig erweiterbar, die eigene Individualität.

In der Medizin gibt es einen Index für Lebensqualität, der immer dann herangezogen wird, wenn es darum geht, Schwerst- und Todkranken ein teures, lebensverlängerndes Medikament zu verabreichen. Zugegen die Lebensverlängerung ist begrenzt aber, sie wird in Relation zu diesem Index gestellt.

Aber wie und wer bemisst Lebensqualität?

Bringen vierzig unglückliche Ehejahre eine positivere Bewertung als ein zufriedenes Singledasein mit sozialer Eingebundenheit in eine soziale Gemeinschaft?
Enkel, die einen nicht kennen, mehr Punkte, als die Pflegestellentiere, die man eventuell gerettet hat?

Und was sagen solche Fakten generell über den Menschen aus, der Kern der Sache ist?

Meine Fragen bleiben hypothetisch und polemisch, da ich keinen Schimmer hab, wie Ärzte und Krankenkassen in solchen Situationen vorgehen.
Wie und was sie bewerten und gewichten.

Aber Bewertungen nehmen wir alle jeden Tag vor.

Groß ist besser als klein. Jung besser als alt. Dünn besser als dick.
Ein Kindergartenkind, dass mit vier Jahren bis hundert zählen kann, besser als jenes, dass dafür nicht über die Linien seines Jumbomalbuches malt.

… Windows 7 besser als Windows Vista …
*gg*

Schon klar, das menschliche Gehirn ist darauf programmiert zu vergleichen.
Dickes Mammut macht länger satt, als das dünne daneben.

Erinnerungen werden abgeglichen um sich in der Welt zu Recht zu finden.
Neues mit Altbekanntem verglichen um den eigenen Horizont zu erweitern.

 Schokoladen-Eis schmeckt besser als Vanille-Eis. Aber vielleicht hat man bisher das ultimati beste Schokoladen-Eis noch gar nicht probieren dürfen.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

… RUMMS …

Also ist das Eis, das man grade wegschlabbert, vielleicht überhaupt gar nicht so bombastisch schokoladig?
Schon schmeckt es nicht mehr so gut, obwohl sich nichts verändert hat.
Das Hirn hat sich nur eingeschaltet.

Ich kenne Freundinnen, die ihren aktuellen Freund immer am letzten Ex-Freund bemessen.
Erst mal ist die Nummer mehr als nur sado-masomaäßig, zumal sie auch mit schöner Regelmäßigkeit all das Schlechte ausblenden, das dazu geführt hat, sich von Mr. Ex zu trennen.

Tjaaa, dazu sag ich schon lange nichts mehr.

Die Auswahl, was wir im Allgemeinen besser finden, fällt innerhalb von Sekundenbruchteilen und wird von leicht beeinflussbaren Sinnen vorgenommen.
Optik, Geruch, haptische Beschaffenheit.
Darauf hat man nicht unbedingt den Einfluss.

Aber das sind oberflächliche Merkmale, die im Grunde genau so schwammig sind, wie ein Lebensqualitätindex.

Haben wir in unserer Überflussgesellschaft verlernt den Wert der Dinge zu schätzen?
Zählt Fakten wirklich soviel mehr als Ideelles?

Warum schalten wir nicht mal unser vorlautes Hirn aus, und geben Menschen, Dingen, Emotionen und Talenten die Chance sich zu beweisen. Denn es kommt auf viel mehr an, als wir auf den ersten Blick erkennen können.
Nicht ständig werten und gewichten.

Immerhin ist das richtige Leben keine Castingshow in der die schwächeren Teilnehmer fliegen, nur weil sie keine Competion machen, oder kürzere Schenkel als eine Gazelle haben.

Entschuldigt, wenn ich mich heute in etwas moralinsauren Gedanken verrannt habe.
Muss auch mal sein und ihr habt ja die freie Wahl wegzuklicken.

Ich wünsche euch also einen wachen Geist, offene Augen, ein mildes Herz für einen Start in die neue Woche um Momente des Glückes zu erkennen und so anzunehmen, wie sie sind.

Eure Tinks

P.S: Eigentlich wollte ich euch zeigen, wie einfach es ist Marshmallows selber zu machen, aber  bevor ich zum fotografieren kam, waren sie alle weggeputzt. *grumpf* 
Ich wohne mit Raupen Nimmersatt zusammen XD

Aber es kommt noch.

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