Samstag, 26. November 2011

Ein Freund mag dich

Obwohl er dich kennt ...

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Meine Lieben, ich grüsse euch …

Ich finde, die fundamentalste Erfahrung, die man als Mensch machen kann, ist es
Freunde zu finden und selber Freund zu sein.

Mit Menschen zusammen kommen, die einen so akzeptieren wie man ist, die einen mögen obwohl man so ist, wie man ist.
Menschen, die einem aber auch mit fairer, sachlicher, ernstgemeinter Kritik entgegen treten und sagen, dass man zu weit geht, sich zuviel herausnimmt und die Grenzen der Freundschaft überschreitet.

Wir alle wissen; Das Letztere anzusprechen erfordert Mut.
Sehr viel Mut

Denn oft kann ein falsches Wort mehr beschädigen, als hundert lieb gemeinte Worte davor aufgebaut haben. Man muss darüber hinaus mit all den Konsequenzen leben, die solche eine Konfrontation mit sich bringt und die Reaktionen aushalten, die auftreten.
Egal ob man der Kritisierende oder Kritisierte ist.

Mit Wut, Zorn und Gekränktheiten umgehen.
Den Gefühlen nicht mehr geliebt zu werden, Missverstanden zu sein und und und.

Aber wir alle wissen auch,
dass sich Freundschaften und Beziehungen verändern.
Sie tun es einfach mit der Zeit.
Das kann man gut und schlecht finden, ändert aber an der Sache nichts.

Vielleicht ist das die zweitwichtigste Erfahrung.

Die zwischenmenschlichen Dimensionen sind ein filigranes Netzwerk, das gehegt und gepflegt werden muss.
Man muss Kompromisse eingehen, von seinem Standpunkt abweichen, bereit sein, andere Sichtweisen auszuhalten.
Grenzen setzten und manchmal auch das Netzwerk durchtrennen, wenn es angebracht ist.

Keine Panik, das wird kein Abgesang auf die Freundschaft oder das Treffen von Menschen im Allgemeinen,  und ich mutiere auch nicht zum wortkragen Eremiten.

Eher ganz das Gegenteil ... 

Wenn der Bezug zur Umwelt fehlt, dann vereinsamt man und endet nachher noch als lichtscheuer Messie und landet in einer gefakten RTL Doku.

Erst im Austausch mit Anderen kann man sich selbst erkennen.

Feststellen wer man ist, wer man nicht ist und wo man seine eigenen Grenzen zieht.
Merken, was man nicht mehr bereit ist zu tragen.
Was einen dazu bringt sich gut zu fühlen aber auch schlecht zu fühlen.

Beziehungen und Freundschaften sind wichtig, geradezu unerlässlich für jeden Menschen.
Zu lieben, zu schätzen, sich über jemanden, den man eigentlich mag zu ärgern, gehört genau so dazu, wie umgekehrt. 
So was justiert das eigene Radar.

Beziehungen und Freundschaften müssen sich aber auch verändern dürfen, um sich neuen Gegebenheiten anzupassen, die das Leben mit sich bringt.

Inniger Kontakt wir loser.
Loser Kontakt wird inniger.
Sandkastenfreundschaften werden zu Bekanntschaften.
Eltern werden zu Freunden.
Freunde werden zu Ratgebern.
Einst innig Verliebtheit wird zu Hass.

Ihr wisst worauf ich hier hinaus will.

Das Leben ist voll von solchen Geschichten sich verändernder Beziehungen.
So vielfältig wie es Menschen gibt, die in Relation zu anderen Menschen stehen.

Die dritte fundamentale Erfahrung, die ein Mensch im Zusammenleben mit anderen Menschen machen kann, ist wahrscheinlich die bitterste.

Beziehungen und Freundschaften gehen auch in die Brüche.
Verschuldet, unverschuldet. Absichtlich, mutwillig oder schleichend und aus Unachtsamkeit.
Es passiert!

Manchmal wächst man einfach auch aus einer Beziehungen/Freundschaften heraus, weil man andere Interessen für sich entdeckt.
Neue Freundeskreise findet, oder sich einfach weiterentwickelt hat und der andere diesen Weg nicht mitgehen kann oder will.
Weil man des anderen überdrüssig ist.
Weil man das Gefühl hat, der andere Teil nimmt zuviel oder zu wenig gibt.
Weil es sich einfach nicht mehr gut anfühlt und Kraft raubt.

Sich das einzugestehen tut oft weh.

In jeder menschlichen Verbindung steckt Energie.
Man hat den jeweils anderen an sich heran gelassen, das Leben mit ihm geteilt und Zeit verbracht. Man war bereit mit dem anderen ein Stück gemeinsamen Weg zu gehen.
Man hat sich verbunden.
Je inniger die Verbundenheit war, desto größer die Trauer über den Verlust danach.

Aber zuweilen vermag das Loslassen und der Bruch auch ein Akt der Befreiung sein.
Sich mental von dem zu lösen, was sich einfach nicht mehr gut angefühlt hat, was Kraft geraubt hat, als Selbstschutz.
Klingt egoistisch, ist es auch.
Aber nur, wer sich selber wohl fühlt, kann für andere da sein.
Kann die Person sein, mit all den Stärken. für die man als Freund geschätzt wird.
Kann Liebe schenken, weil er/sie/es  sich und das Leben liebt.

Und jede Lücke, die sich schließt lässt Raum für Neues entstehen.

Das, meine Lieben, ist das versöhnliche Ende meines heutigen Beitrages und vielleicht die vierte fundamentale Erfahrung.

Das Leben geht weiter.

Auf jede Nacht, folgt ein neuer Morgen, der das Versprechen auf den allerbesten Tag aller Zeiten in sich trägt.
Auch auf die Gefahr, dass ich längst schon wie ein Glückskeks klinge …

Auf das Leben und all die Optionen die es hat.
Geht und findet Schönheit, da wo sie noch keinem bisher aufgefallen ist.
Habt einen wundervollen Abend.

Eure tiefgründige Tinks

Kommentare:

  1. wahre Worte, mher kan ich dazu eigentlich nicht sagen
    Aber nur, wer sich selber wohl fühlt, kann für andere da sein. <-- ja so ist das und nur dann geht es

    *knuddel*
    hab disch lüb und ich hoffe das bleibt noch eine lange lange lange Weile so

    deine Kath

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  2. Danke Kath .. aber das in der realität zu sehen und dann noch umzusetzte, ist sehr viel schwerer als es nur zu beschreiben.

    <3

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