Montag, 19. März 2012

Zeitmanagement ... oder was ich daraus mache

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Ich grüße euch meine Lieben ...


Kennt ihr das Phänomen? Das Wetter ist toll, man ist voller Elan und Energie, hat schon ein Dutzend tolle Ideen im Kopf und dann lümmelt man doch den ganzen Nachmittag auf dem Sofa rum, hängt vor der Glotze oder wird möpig, weil man sich nicht entscheiden kann. *mumüpf*

Bitte sagt mir, dass ich mit diesem Phänomen nicht alleine gestraft bin.

Klar es gibt unzählige Bücher, die dieses Thema behandeln. Von nachhaltigen Zeitmanagement-konzepten über einfachen Organisationsstrategien bis hin zu Büchern wie Alltag für Dummies.
Eines logischer und stimmiger als das andere. Jedes Buch sagt mir mehr oder weniger deutlich, dass ich das Problem bin. Ich hab genug Zeit, die wird von mir nur inneffektiv und unproduktiv genutzt. Ich muss mich, meinen Alltag und meine Strukturen nur effizienter optimieren um mehr aus meinen 24 Stunden heraus zu holen.

Okay, ich frage mich beim Lesen leise ob es so schlimm ist eine faule Socke zu sein, denn immerhin ist die Zeit, die ich so hemmungslos vor mich hinvergeude, nicht nur eine Maßeinheit für Geld, Leistungsdruck und Erfolg. Es ist vor allem der Zeitraum, der sich LEBEN nennt. Echt jetzt.

Wozu brauchen viele Manager Entschleunigungsseminare? Doch nur, weil sie ihr Leben vorher auf die Überholspur gehievt haben. Ich persönlich finde ja, wahrscheinlich bin ich damit ziemlich alleine, dass Pausen genauso wichtig sind.  
Aber ich schweife ab, … wollte meine Zeit ja sinnvoll nutzen.
Also zurück zu den diversen, Heils verkündenden Konzepten der Ratgeberliteratur.

Im Prinzip läuft ALLES, was mit dem effektiveren Nutzen von  Zeit, Energie und dem Tschakka ausmacht, auf wenige Punkte hinaus.
Ich fasse es mal grob zusammen wenn auch ohne Gewähr.

1)      ZIELE DEFINIEREN Was will man erreichen?
Gute Frage.Also was will ich, Tinks an diesem Tag, in der Woche, im Monat, im Leben noch erreichen.
Uhhh, das schreit doch nach einer TO-DO Liste, die ich ja leidenschaftlich gerne schreibe. Also her mit dem nächsten Punkt.
2)      UMFANG BESTIMMEN. Was man tun um seine Ziele zu erreichen?
Ich will einen sauberen Boden, also muss ich den Staubsauger aus der Abstellkammer holen. Frische Wäsche wäre auch toll, also ab an die Waschmaschine. Flugticket in die USA buchen, damit ich mit Gerry Butler meinen Geburtstag nachfeiern kann.
3)      ABSCHÄZTEN Wie lange wird es dauern, bis man all seine vorab definierten Ziele erreichen kann?
Okay, hier kommt also der Realismus ins Spiel. Na danke, ich wusste es gibt einen Pferdefuß. Also lasse ich den Punkt meinen Lieblingsstar zu bestalken fallen und kümmer mich um die sehr viel schaffbareren Wollflusen auf dem Teppich.
4)      EIN PLAN Wann schafft man es, diese Abschätzung umzusetzen?
Okay, du Organisationssystem, hier erlaube ich mir ein herzhaftes Lachen. Du willst also von mir, dass ich mich frage, wie viel Taschakka ich bringen kann? Aaalter. Schon klar, alles Pschosspielchen.

Also wann schaffe ich es meine eigene Abschätzung umzusetzen.
a) spielend
b) niemals
c) wenn es jemand anders macht?
d) Worum zur Hölle geht es hier nochmal und mit wem rede ich?

Krieg ich den 50/50 Joker? Nein?
Okay, dann nehm ich a. Ist das okay für dich?

Hier endet dann meine geistige Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Konzept; und ich verfolge die Punkte 5) PRODUKTIVITÄT und UMSETZUNG  sowie 6) RÜCKBLICH AUF GELEISTETES UND KORREKTUR DER ZIELE nur noch auf der Ersatzbank.

Aber vielleicht liegt mein Scheitern gar nicht an mir (und ich hoffe ja immer noch inständig, dass ich nicht die Einzige mit seitenlangen, unerledigten ToDoListen bin)
Vielleicht, und diesen Verdacht hege ich stark, hat sich bei mir ein neues Alltagsmonsterchen eingeschlichen.
Ein neuer Plagegeist gewissermaßen, der die Lücke zwischen Zeitfresserchen *Zeitfresserchen* und Motivationsfresserchen*Motivationsfresserchen* evolutionstechnisch schließt.


DAS TEUFLISCHE ENTSCHEIDUNGSSCHWERMACHERCHEN
Diabolus procrastinatus bestiaris
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Anders als seine Artgenossen, ist dieser Quälgeist tagaktiv und sehr rege. Er kann gute Laune und Elan wittern. Wenn er ein Ziel ins Auge gefasst hat, dann schleicht er sich heimlich von hinten an seine Opfer heran, beisst sich im Nacken fest, verbindet seinen Matabolismus mit dem seiner Beute und legt los. 
Davon merkt man kaum etwa, denn die Nadelspitzenzähnechen durchdringen mühelos die Haut, aber 
dieser kleine Parasit schafft es binnen kurzen, die Entschlussfreudigkeit des Befallenen zu untergraben, indem das Entscheidungsschwermacherchen die Vielzahl der kreativen Optionen verhundertfacht. Das menschliche Entscheidungszentrum wird überlastet und hängt sich auf. Motivation verwandelt sich in Antriebslosigkeit und während man dann, seinen Tag in dröger Stumpfsinnigkeit und Agonie verlümmelt, ernährt sich das Entscheidungsschwermacherchen von der so sinnlos freigesetzten Energie, die noch im Unterbewußtsein herumwabert.
Kommt schon, das ergibt doch Sinn.
Ich hoffe, dass ihr von diesem Monsterchen verschont bleibt und ich werde meinem mit ganz viel frischer Luft, Sonnenschein und Vitaminen entgegentreten. 

Ich wünsche euch eine tolle Woche. 
Eure Tinks 

Edit: ich hab es mal wieder geschafft meine Formatierung total zu verhunzen. 

Kommentare:

  1. also optisch gesehen liebe ich ja deine monsterchen! ich hoffe nur, dass sie dadurch nicht noch lebendiger werden!! waaaaaaah!! geht weeeeeeeeeeeeeg!!

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    1. Das macht sie ja noch viel hinterhältiger. ^^ Ihre niedlichkeit als Waffe einzusetzten
      <3

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