Montag, 21. Mai 2012

... und was hast du heute gelernt?

2012Mai20012

Ihr Lieben ... 

es gibt Entscheidungen, die trifft man fürs Leben ohne sich darüber im Klaren zu sein und die einen mehr prägen als man glaubt.
Ich rede jetzt nicht davon, sich für mehr als zehn Tage eine Auszeit vom bloggen und der Welt zu gönnen oder sich den Namen des aktuellen Lebensbegleiters im Breitwandformat über den Hintern tätowieren zu lassen. 

Ich denke an diese vielen, scheinbar unwichtigen Entscheidungen, die man einmal für sich selber fällt und dann dabei bleibt, wenn man die freie Auswahl hat.

So etwas wie Tee oder Kaffee am Morgen.
Das entscheide ich ja für mich nicht jeden Morgen neu.
Ich bin Kaffeetrinker.
Basta.
Oder zum Beispiel schreibe ich hingebungsvoll mit Füllern und würde dafür den tollsten Kuli der Welt liegen lassen. Ich würde nie mein heiß geliebtes Windows gegen ein anderes Betriebssystem austauschen.

Die Liste dieser Entscheidungen ist wirklich lang, wenn man mal darüber nachdenkt.

Greift man zum roten Kaubonbon oder zum grünen?
Sagt man auf Grillpartys spontan zu jedem Würstchen ja und verschmäht damit das Steak, wenn man die Wahl hat?
Nimmt man ein Vollbad oder lieber eine kurze Duschen, Duschgel oder doch lieber die Seife am Stück?
Mag man Katzen lieber als Hunde, das Meer lieber als die Berge?
Ihr hoffe ich versteht worauf ich hinauswill.

Wir alle sind Gewohnheitstiere, weil wir damit schneller und einfacher durchs Leben kommen. Von dieser inneren DIN-Norm abzuweichen fühlt sich merkwürdig an.
Wahrscheinlich ist es daher auch so schwer sich schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen.

Das Hirn sagt, *** (Hier bitte beliebiges Laster denken) ist gut, also warum sollte das Hirn dann auf den gesunden Menschenverstand hören.

Ich schweife ab ... zurück zum Thema.

Wenn man es mal wagt, seine eigenen eingefahrenen Entscheidungen kritisch zu hinterfragen, dann reflektiert man nicht nur sich selbst, sondern entdeckt mitunter auch neue Aspekte an sich selbst.

Voll tiefsinnig … ne? XD

Dabei hab ich den Gedanken nur im Kopf, weil ich heute Morgen einen linierten Schreibblock aus der Schublade zog.
Echt, ich weiß nicht wo der herkam. Ich schreibe nie auf liniertes Papier. 
Für mich muss die Welt Kästchen haben. 
Linien bringen mich dazu mich unwohl zu fühlen, weil es einfach nicht meiner mentalen DIN-NORM entspricht.
Witzigerweise schreibe ich die Blätter jetzt konsequenter voll als bisher, weil es rechts keine vertikalen Balken gibt, die meinem Augen eine Grenze vorgeben.
Ich male auch den scheinbar unwichtigen Rand nicht mit Doodles voll.

Und Tinks, was hast du heute gelernt?
Ich kann auch auf liniertem Papier schreiben, auch wenn ich es voll doof finde.

Ich werde den Block bis zum letzten Blatt weiterverwenden und die Gelegenheit nutzen, eine dieser einmal getroffenen Entscheidungen neu auszuloten. 
Wer weiß, vielleicht finde ich ja auch Tofu toll, wenn ich ihm und mir die Chance gebe und kennen zu lernen. 

Sooohoooo, nun seid ihr von meinem Gefasel erlöst, falls es überhaupt jemand bis hierher geschafft hat.
Morgen werde ich mich an einem warmen Mango-Linsensalat mit selbstgemachten Torrtillas versuchen.
Dann gibt’s auch wieder Fotos.

Habt einen schnukkelfeinen Abend ihr Lieben

Eure Tinks

Kommentare:

  1. keine Chance dem Tofu!! :D
    sehr schöner beitrag mein herz und so wahr. ich hab da witzigerweise auch die tage drüber nachgedacht, wie festgefahren man doch in manchen dingen ist. und plötzlich machts PUFF und das andere is doch garnicht so doof. verrückte welt..
    mehr davon mylove! ich hänge an deinen lippen..oder fingerkuppen ;D
    in liebe
    curls

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  2. Liebe Tinks,
    musste echt schmunzeln als ich deinen Beitrag las...Ich bin ja auch ziemlich festgefahren in gewissen Dingen. Ein kleines Beispiel?!
    Wenn ich den Geschirrspüler einräume, MÜSSEN die Gläser rechts und die Kaffeebecher links eingeräumt sein. Letztens hatte ich Besuch zum Essen und eine Freundin half mir die Küche wieder auf Vordermann zu bringen...echt nett von ihr! :D ABER ich bin gleich dran gegangen den Geschirrspüler wieder umzuräumen weil sie die Gläser und Tassen nicht richtig eingeräumt hatte. Wie konnte sie nur!!!! :D Is ja echt schlimm meine Macke...wenn ich so drüber nachdenke! *gg* Aber haben wir nicht alle unsere Macken und sind wir nicht gerade deshalb so liebenswert!? :)

    Liebe Grüße

    *Kerstin*

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