Montag, 16. Juli 2012

Wenn der Postbote klingelt ...


Ihr Lieben kennt ihr das auch? 

Es klingelt an der Tür und kaum geöffnet, hält einem der freundliche Paketmensch (Nein, nicht der der mich zum Schreien bringen soll) ein großes Paket entgegen.
Kurz geht frau im Geist durch, was sie und vor allem wo sie bestellt hat.

Da ist was unterwegs, aber das kann unmöglich in dem riesigen Pappkarton sein.
Dennoch unterschreibt man auf dem digitalen Lieferantenpad und öffne das Postversandkunstwerk mit einiger Skepsis.

Viel Luft, noch viel mehr zerknülltes Packpapier und heraus kommen meine zwei neuen Washi-Tapes made in Nippon. 

2012Juli16016

Wenn man sich das Ganze mal absolut nüchtern betrachtet, ist das gigantisch.
Waren aus der ganzen Welt sind binnen eines Wimpernschlages bei mir.
Nagellacke aus den USA … Bambusmöbel aus den Tropen .. oder hypotetisch sogar thailändische Katalog-Ehefrauen oder fertiger Adoptiv-Nachwuchs.

Was man sich erdenken kann, kriegt man auch; dank Verfügbarkeit und Internet-online-Buchungsmöglichkeit.  

Ich frage mich manchmal ob das Leben ohne Internet leichter war. Einfach weil man nicht wusste was man alles bekommen kann  oder zu brauchen meinte.

Zugeben, sich daran zu erinnern wie es war, fällt immer schwerer.

Aber es gab sie, die Zeit die meine Eltern und Großeltern gern „die gute Alte“ nennen.
Für sie war der OTTO Katalog, dass was heute Ebay, Amazon und haste nicht gesehen, sind.

Für sie war eine Maus, wirklich nur ein Schädling den es auszurotten galt und Onlineüberweisungen, Homebanking, Paypal genau so böhmische Dörfer, wie für mich heute Bücher in Süterlinschrift.

Auf jeden Fall war man früher länger unterwegs um Dinge einzukaufen und wie man sie nach Hause bekommt, war dem Verkäufer auch meist schnuppe. Das Angebot war begrenzter und man musste nehmen, was es gab.

Aber wenn ich ehrlich bin, dann leb ich doch lieber heute mit meinem Washi-Tape und der großen Qual der Wahl.

Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die neue Woche.

Eure Tinks 

Ps: Ich hab heute mein Smashbook gekauft *eeeek* 

Kommentare:

  1. Haha, ich erinnere mich auch daran, als das Internet etwas exotisches war, ich mit 11 meine erste Emailadresse bekam und man seine Mails liebevoll einen Brief offline geschrieben hat.

    Und, als ich mit 18 mein erstes Prepaidhandy gekauft hab. Ein Siemens C25..... O.O

    Ich finds heute auch bequemer, allerdings gehe trotzdem noch gerne shoppen.

    lg

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  2. Oh jaaa, dass denke ich mir auch oft, was würde ich jetzt tun, wenn ich nicht diese vielen tollen Blogs entdeckt hätte, die mir (fast) jeden Tage ihre neuen Errungenschaften oder Shops zeigen, mein Geld würde wahrscheinlich schön gespart werden und in ein paar Jahren könnte ich mir ein Häuschen kaufen :D

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  3. Also ich bin noch längst kein Großvater und den Otto-Katalog benutze ich sehr nach wie vor sehr gern. Warum? Ich sitze den ganzen Tag am Rechner. Das nenne ich Arbeit. Am Abend will ich entspannen und nicht noch mal auf den Bildschirm starren.

    Das Internet, korrekt eingesetzt sorgt auch eher dafür das Richtige zu bekommen nicht mehr oder Dinge die wir nicht brauchen.

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    1. Danke für den Feedback.

      Aber ich habe auch nicht behauptet, dass man alt oder antiquiert ist, wenn man Warenhauskataloge heranzieht. Oder verlange Rechenschaft sofern es jemand tut.
      Wir leben schließlich in einem freien Land.

      Nichts desto Trotz hat das Internet mit all seinen Möglichkeiten das Kosumverhalten beeinflusst. Aber wie weit man sich davon beeinflussen lässt, oder wie du so schön sagst "das Internet korrekt einsetzt" bleibt jedem selbst überlassen.
      Ob man nach den günstigsten Schnäppchen sucht oder Konsumgemeinschaften bildet, ob man jedem viralen Marketingfeldzug aufspringt oder Produkte z.b nach ökologischen Gesichtspunkten durchleuchtet.

      LG *eine oft augenzwinkernde* Tinks

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