Sonntag, 14. Oktober 2012

Die Ordnung der Dinge




die Ordnung der Dinge

Ihr Lieben ... 

Als ich am, bitte nagelt mich nicht fest, Mittwoch oder Donnerstag auf Arbeit gefahren bin, kam im Radio eine kleine Anmoderation für den Chemie- oder Physik-Nobelpreis, der in diesem Jahr nach Darmstadt in Hessen hätte gehen können/gegangen ist/noch gehen wird. Ich hab es leider nicht mitverfolgt. Ich und Naturwissenschaften waren noch nie wirklich dicke Freude.

Eben dort, in Darmstadt,  wird mit superschweren, superflüchtigen Ionen herumhantiert, die es in der Natur so nicht gibt. Es sind gewissermaßen (wo auch immer man sowas erzeugt) Frankensteinteilchen, die leben um zu vergehen.
Wahrscheinlich existieren diese Teilchen aus demselben Grund wie jodelnde Volksmusikbarden.
Biologisch-Technisch möglich, scheiß auf die Moral.

ABER, und darauf will ich eigentlich hinaus, es gibt eine Theorie die sich, INSEL DER STABILITÄT nennt und besagt, dass es nur genug Instabilität geben muss um aus ihr heraus, Insel gleich, Stabilität zu erzeugen. Wenn einem Chemiker/Pysiker/Schizophrenen-Weltbeherrscher-Genie das gelingen sollte, so wäre ihm der Preis gewiss.

Okay, das hat jetzt nichts mit jodelnden Volksmusikbarden zu tun. Aber ich hoffe um die kümmert sich dann das Nobelpreis gekürte Chemiker/Pysiker/Schizophrenes-Weltbeherrscher-Genie, wenn es soweit ist.

Hab ich erwähnt, dass es früh war und mein Gehirn noch nicht ganz wach, aber dennoch haben mich diese zwei Minuten Radiobericht den ganzen Tag verfolgt.

Ich finde ja, es braucht gar keine superschweren-superflüchtigen Franketeilchen um diese Theorie zu belegen. Mein Alltag ist voll davon.

Die Wäsche zum Beispiel. Ein sinnlos herumliegender Socken ist ein verirrtes Kleidungsstück. Ein Berg von sinnlos herumliegenden Socken könnte Absicht oder Kunst sein. Und gewiss finden sich in diesem Sockenberg auch immer wieder passende Paare zusammen. Oder der Müll in meiner Handtasche. Wenn genug Potential in diesen Bodensatz der Instabilität kommt, dann wird aus den Krümeln, dem unverschlossenen Labello, der vor sich hin schmilzt und den Münzen etwas sehr Stabiles.
Sehr sehr stabiles. 
Oder dem Brot das immer mit der Butterseite auf den Boden fällt. Was wäre wenn da zufälligerweise schon ein Brot liegen würde. 
Schwupps, eine Insel der Stabilität im umgebenden Chaos. 

Dinge finden einfach ihre Ordnung, weil es in ihrer Natur liegt und das sag ich nicht nur, weil ich grade zu faul bin die Wäsche auf meinem Bett wegzuräumen und nicht vom Sofa ausstehen will. 

Manchmal muss man ihnen, also den Dingen,  nur genug Zeit geben sich zu finden.
Das gilt ebenso für Gedanken, Gefühle und Situationen. Manchmal bedarf es nur ein wenig Abstandes und Geduld und alles bekommt einen tieferen Sinn.
Man könnte es auch ganz ohne Anspruch auf einen Nobelpreis auf die simple Formel herunterbrechen, dass ALLES WIR GUT … IRGENDWIE

… und wenn es das noch nicht ist, wird es das ganz bestimmt noch. Immerhin sind wir alle ja schon zu einem Achthundertmillionstel Friedensnobelpreis. Das ist doch mal einen Autoaufkleber wert.

So und ich schätze jetzt muss ich doch an die Wäsche ran, wenn ich ab morgen nicht barfuss durchs Leben stolpern will.

Danke für euren lieben Kommentare und die Tatsache dass meine Leserzahl die Dreissig geknackt hat, *yeeeeaaaaah jubelfroi* hat mir den ganzen Tag lächeln lassen.

Erobern wir die neue Woche und proben wir die friedliche Revolution

Eure Tinks

Kommentare:

  1. Sehr schöner Text. Musste Schmunzeln bei der Vorstellung. :D

    "Das mit dem müde sein kenn ich irgendwoher.

    Das letzte Bild ist so herrlich. Ich warte ständig auf ein Pärchen im Rokkokokleid, dass durch das Bild lustwandelt.
    Hach ja, hier regnet es seit Tagen und das Licht fürs fotografieren ist mies. -.- *meeeeh*

    Genieß dein Wochenende und liebe Grüße
    Tinks"

    Wer kennt das nicht mit dem müde sein? - Ich bin immer wieder müde.

    Ohja, wenn bei dem letzten Bild solche Leute vorbei gelaufen wären, wäre das schon ne tolle Sache gewesen. Ich glaube ich muss beim nächsten mal Cosplayer mitschleppen (Menschen in Kostümen) und Fotos machen. Haha.

    Nach diesem Tag waren die Tage hier in der Umgebung aber auch nur noch regnerisch und grau. Wie gerade jetzt auch. Grau. Grau. Grau. Grau. Aber ich will mir die Stimmung nicht vermiesen lassen und mache einem anderen Menschen eine Freude und backe fröhlich vor mich hin. Wird wieder alles bunt. Haha. :D

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  2. Und ZACK da ist der Nobelpreis für DICH! :D
    Und by the way - "Am Ende ist alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!"
    Mehr von diesen Tiefsinnigkeiten am Morgen bitte!
    Ich liebe dich!

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    1. Dem schließe ich mich voll und ganz an! Wobei ich mich echt frage, weshalb deine Posts nie in meinem Dashboard auftauchen? Mysteriös!
      Starte fein in den Tag, mein Herz *umärmelung*

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