Sonntag, 4. Mai 2014

Die apokalyptischen Reiter der eignen Unzulänglichkeit.



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Hätte, müsste, sollte, wollte ...

Wer kennt sich nicht die vier apokalyptischen Reiter der eignen Unzulänglichkeit. Die einem nachhaltiger und schneller ein schlechtes Gewissen verursachen, als ein wohlgemeinter Ratschlag der Mutter, der besten Freundin oder des Hausarztes. 

Denn in ihnen schwingt immer auch negatives Bedauern mit.

Mir kommen diese Worte regelmäßig Sonntagsabends in den Sinn. Diese ätzende Stimme, die so sehr nach mir klingt, nur voller Verachtung  und Überheblichkeit.

„Du hättest dies machen sollen, wolltest das und jenes tun und müsstest längst sonstiges in Angriff genommen haben.“



Sich selbst der härteste Kritiker zu sein ist oft so demoralisierend und überflüssig. Warum bringt man diese Stimme nicht rechtzeitig und resolut zum Schweigen? 

"Stopp mal ganz kurz. 

Ja klar, ich hatte mir Freitagabend vorgenommen, meine Freizeit produktiv zu nutzen.
Wollte mein Bett beziehen, müsste meine Kontoauszüge abheften, den Papiermüll entsorgen und sollte mehr an die frische Luft gehen. Aber geht die Welt unter, weil ich es nicht gemacht habe?
 Jetzt mal ganz ehrlich?"

Die Antwort ist nein oder noch besser …
NA UND WEN JUCKTS? Mich bestimmt nicht.

Alles ist in bester Ordnung, wenn ich mir keinen Stress machen, dann tut das auch kein anderer.  Mal entspannt durch die Hose atmen ist immer ein guter Anfang in solchen Fällen.

Klar gibt es Ausnahmen. Mahnungen sollte man bezahlen. Strafbefehle sollte man vielleicht nicht ignorieren und Haustiere müsste man auch hin und wieder füttern. Aber so im Großen und Ganzen, hat ein bisschen Faulsein noch nie geschadet und genau dafür sind Wochenende doch gemacht.

Schön mitschreiben lieber Hinterkopf-Kritiker, ich mach extra langsam.

FÜRS ENTSPANNEN.

Einfach mal ein Wochenende entspannt vergammeln ist nicht nur gut fürs Gemüt, es dient auch der Charakterbildung. Immerhin weiß man ja, wie es anders sein könnte. Man zwingt sich selber zur Entschleunigung.  Man feiert sich und gönnt sich etwas, und sei es nur der Verzicht auf Kleidung mit Reißverschluss. Einfach mal bis zehn Uhr Frühstücken und danach mit einem Buch gleich wieder zurück ins Bett, bis einen der Hunger in die Küche treibt. Kein Geschirrwaschen, kein Telefon abnehmen. Sich selber am wichtigsten sein und das tun was die Seele erdet.

Luftgitarre spielen bis die Nachbarn Sturmklingen.  Einen Wellnesstag machen, bis man vor Tiefengelöstheit grunzen könnte.  Ach was weiß ich, was euch glücklich macht.  Ich bin sicher euch wird was einfallen, wenn ihr das mal ausprobiert. Und bloß nicht auf die Stimmen im Hinterkopf hören.


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Genießt eure Maitage 
Eure Tinks 

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