Dienstag, 14. Oktober 2014

Deliziöser Dienstag



Ihr Lieben …

Rein nüchtern betrachtet kommt man zu dieser Jahreszeit einfach nicht am Kürbis vorbei. Schon allein wegen Halloween greift dieses Gemüse in Warnfarbe um sich. Aber ungeachtet dessen mag ich Kürbisse einfach total gern. Nur im Kaffee oder in Kuchenform hat sich mir sein Reiz noch nicht wirklich erschlossen. Ich bevorzuge diese Gartenfruch eher herzhaft deftig.

Und genau das bring ich ihn heute auf den Tisch. 




Geschmorter Kürbis mit gebratenen Gnoccis



Einen Kürbis nach Wahl (bei mir war es diesmal ein Hokaido) halbieren und würfelnd. Diese Würfel in etwas Pflanzenöl anbraten bis es weich wird. Dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Währenddessen gebe ich immer gern eine kleine Menge Brühe oder Wasser dazu, damit die Röstaromen sich  nicht verloren gehen. Wenn der Kürbis weich genug ist gebe ich einen Löffel Honig, ½ TL Zimt, Muskat, Ingwer, Kurkuma, eine Priese frischen Knoblauch, Salz und Chiloflocken dazu. Die Gnoccis (ich nehm gern die frischen aus dem Kühlregal) werden nicht gekocht sondern in der Pfanne goldgelb angebraten. Das macht sie sie herrlich knusprig und ist der ideale Kontrast zum leicht verkochten Schmorkürbis.

Eigentlich sollte das ganze dann noch adrett auf den Teller kommen, aber mein Crema die Balsamico wollte nicht mitspielen und hat das ganze etwas verhunzt.
Geschmeckt hat es trotzdem.

Habt ihr ein geheimes Lieblingskürbisrezept?
Ich bin gespannt
Eure Tinks

Sonntag, 5. Oktober 2014

# Lieblingsstücke



Ihr Lieben …

Aus meiner Liebe zu Kitsch hab ich ja noch nie einen Hehl gemacht.
Warum auch? Kitsch macht mich glücklich. Aber ich hab euch noch nicht verraten, dass meine Liebe zu eigentlich Überflüssigem zu auch Phasen durchläuft.

Momentan bringt mich alles was mit alten VW Bullis zu tun hat zum Quietschen.

Angefangen hat es vor knapp einem halben Jahr mit dieser Stiftebox, die ich bei meinem Zeitschriften Händler entdeckte.

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Das ist alles nur Papier und wird zusammengesteckt und mit gespannten Gummis gehalten. Auf der homepage vom Werkhaus *hier* gibt es noch viel mehr Großartiges aus Papier zu entdecken. Ich bin ja schwer verzückt vom Toilettenpapierhalter in Form eines Gartenhäuschens samt Gartenzwerg. Gartenzwerge noch so eine unerklärliche Klimbimliebe von mir.

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Mittlerweile haben meine Fernbedienungen in diesem Stiftecontainer ihren Parkplatz gefunden und ich erfreue mich jedes Mal daran, wenn ich sie dort sicher verstaut weiß.

Fast noch großartiger ist  dieser Bully der in mein Leben rollte.

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Eigentlich ein Kulturbeutel mit enormem Volumen, den ich in meiner Handtasche habe, damit all das herumfliegende Zeug verstaut ist. Handykabel, Sonnenbrille, Notfallapotheke, Hygieneprodukte und all der andere Klimbim, den Mädels (oder wahrscheinlich nur ich) so mit sich rumschleppen.

Beides eindeutig Lieblingsstücke im Moment.
Ich suche ja noch nach einem Ring in Bullyform oder Ohrringen aber der Kitsch wird mich finden, dessen bin ich mir bewusst.

Damit wünsche ich euch einen wundervollen Sonntagabend

Eure Tinks

Samstag, 4. Oktober 2014

Aufgebraucht im September




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Ihr Lieben …

Objektiv betrachtet lohnt sich dieser Post eigentlich gar nicht. Etwas Aufgebrauchtes zu zeigen setzt nämlich voraus, dass man Dinge auch geleert, verbraucht und plattgemacht hat.
Das war im letzten Monat doch recht überschaubar, war zum einem daran liegt, dass ich zwei Wochen krankgeschrieben war und nicht viel Kontakt zur Außenwelt hatte. Zum anderen daran, dass ich ja nicht aufhöre Nachschub nach Hause zu bringen.

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Über das John Friedas Traumlocken Shampoo hab ich schon mal im April berichtet *hier*

Sie haben irgendwas an der Formel neu moduliert und ich finde man merkt es. Die verlockende Wirkung ist nicht mehr dieselbe. Ich wasche meine Haare alle zwei bis drei Tage abends und geh mit nassem Haar schlafen, damit meine Locken über Nacht trocknen können. Die Sprungkraft verliert sich mit dem neuen Shampoo bereits nach dem ersten Tag, wo sie früher zwei hielt. Aber es könnte auch daran liegen, dass mein Haar nun länger ist und dadurch schwerer. Jedenfalls mag ich an der ganzen FRIZZEASE Traumlocken Serie, dass es die Haare nicht beschwert.

The Raspberry Kiss Bodymilch von Treacle Moon. Habe ich im März zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich weiß nicht ob ich die Bodylotions von Treacle Moon mag. Praktisch ist auf alle Fälle der Pumpspender der beim Dosieren hilft. Die Creme zieht schnell ein und der Duft ist auch nicht zu verachten. Ähnlich wie bei den Treacle Moon Duschgels ist der Duft aber nicht sehr langanhaltend, er verliert sich schnell.

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Catrice THE GIANT Waterproof Mascara. Dieses Bürstchen war wirklich ein Gigant. Ich weiß nicht wie oft ich mir damit ins Auge gepiekt oder Wimpertusche am Lid hatte. Ich glaube dieser Godzilla der Wimpernverlängerung ist im festen Sortiment, aber wir werden keine Freunde in der Zukunft.

Damit wäre Aufgebraucht im September ab gefrühstückt aber ich hab ja schon erwähnt, dass ich auch Neuerwerbungen habe.

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Darf ich vorstellen, meine kleine Ausbeute aus der sehr schönen CATRICE Feathered Fall Limited Edition. Die typsichen Herbstfarben dieser Edition wie Mandelbraun, Gold, Blaugrau, Petrol, Aubergine machen absolut Lust auf meine Liebste Jahreszeit.

Die Lidschatten haben eine samtig-pudrige Textur und changieren je nach Lichteinfall, was an dem hohen Glitteranteil liegt. Die Pigmentierung ist vollkommen okay und man kann sie gut verblenden. Ich hatte eindeutig mit mehr Gebrösel beim Schminken gerechnet, als es letztendlich wurde. Aber auf eine Base sollte man nicht verzichten.

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Ich konnte zu Peacocktail, einem petroliges blau-schwarz mit leichtem Goldanteil einfach nicht nein sagen. Witziger weise finde ich, dass er sich beim Ausblenden wie Tilt von MAC verhält. Er fächert bräunlich aus und ist eindeutig eine Farbe die man am Tester ausprobieren sollte. Die Farbe schillert je nach Lichteinfall wie eine Pfauenfeder. 

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Mit Ostrich´s Frock kann man eigentlich nichts falsch machen. Ein bräunlich, rosa-champagner Ton, der einen staken silbrigen Glitzeranteil hat. Wenn man mit beiden Lidschatten behutsam umgeht kriegt man es hin, dass der Glitter wirklich nur auf dem Auge bleibt und nicht überall hin wandert.

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Für jeweils 3,49 € kann man sich nicht beklagen und habt ihr diesen wunderschönen Schlangenlederprint auf dem Lidschatten gesehen.

Nagellack kann man ja nicht genug haben, ne?! Darum hab ich, bis auf den Effektlack, alle Nagellacke dieser LE mitgenommen.

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Von links nach rechts Skie’s Force, Golden Plum-e und Peacocktail.

Sind sie nicht wunderschön und die Farben kommen genauso irisierend auch auf Nagel an, wie sie sich schillernd in der Flasche präsentieren. Nach zwei Schichten deckt der Lack bombastisch und man kann jedem Paradiesvögelchen Konkurrenz machen. Jeder Lack kostet 3,49€

Alle weiteren Produkte der LE haben mich nicht angesprochen und durften daher bleiben wo sie waren.

Habt ihr euch letzerdings an einer LE aus der Drogerie berauscht?

Habt einen wunderschönen, schillernden Abend

Eure Tinks.

Freitag, 3. Oktober 2014

… und wo warst du als die Mauer fiel?





Ihr Lieben …

ich weiß, daß das eigentliche Datum des Mauerfalls der neunte November 1989 ist. Der dritte Oktober 1990 wurde als Tag der deutschen Einheit gewählt, weil an diesem Tag der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen wurde.

Für viele mag es nur ein netter Feiertag sein, der diesmal sogar für ein langes Wochenende sorgt. Dass sich dahinter so viel mehr verbirgt, vergisst man leicht, je weiter die Zeit voranschreitet. Oder man kann es sich gar nicht erst vorstellen, wenn man jünger als das wiedervereinte Land ist. Zu unglaublich klingen wohl die Geschichten von dem „anderen Deutschland“ mit Stasi, Todestreifen, gigantischen Grenzanlagen und Schießbefehl.

Ich habe die Bilder der DDR/BRD Grenze im hessischen Herleshausen noch deutlich im Kopf. Jedes Mal wenn es zu Familienfeiern in den „Osten“ ging, mussten man diese Bollwerk überschreiten. Alles war so übergroß, taghell auch in der Nacht und es wirkte ungemein bedrohlich.  Um in die DDR zu reisen bedurfte es eines Visums und man durfte wirklich erst dann die Grenze überqueren, wenn es Gültigkeit hatte. Der Wagen wurde jedes Mal von grauen Zöllnern nach Schmuggelware durchsucht, die dabei nicht eine Mine verzogen und schwer bewaffnet waren. An der Angespanntheit der Eltern bemerkte man, dass das alles kein Spaß war. Man hätte ja aus dem Westen das Böse mitbringen können.

Unschwer zu erkennen, dass ich das Glück hatte in der Bundesrepublik Deutschland geboren zu werden. Doch wie wäre es gewesen, wenn sich meine mutige Großmutter 1955 nicht dazu entschlossen hätte,  mit ihren drei kleinen Kindern, darunter meine damals achtjährige Mutter, in den Westen zu fliehen? Ich weiß nicht ob ich den Mut besessen hätte an den Montagsdemonstrationen teilzunehmen und „Wir sind das Volk“ zu skandieren. Oder ob ich auch in der Deutschen Botschaft in Prag Zuflucht gesucht hätte?

Es wirkt mit jedem Jahr das vergeht, lächerlicher, dass unser Land für fast vierzig Jahre gezwungen war, getrennte Wege zu gehen. Zwei verschiedene politische Modelle, Ideologien und Kulturen, die sich immer noch  annähern müssen, denn das geeinte Deutschland ist ein noch vergleichsweise junges Gebilde. Grade mal vierundzwanzig Jahre alt. Da hat jeder noch nicht wirklich zu sich gefunden. 
Und wahrscheinlich halten sich Ossi und Wessi Klischees noch sehr viel länger, aber irgendwann wird des die Teilung dieses Landes länger nicht mehr geben, als das es sie gegeben hat. Das wird, wenn ich richtig gerechnet habe, 2031 der Fall sein.

Einerseits ist es wundervoll, dass eine Generation heranwächst, die sich diese Teilung nicht einmal mehr vorstellen kann, andererseits ist das Vergessen auch heikel. Denn wir Deutschen, und ich mache da keine Ausnahme, nehmen unsere Freiheit und unsere Demokratie längst als etwas Selbstverständliches hin. Die Bereitschaft zu wählen schwindet und das Vertrauen in die Politik sinkt. Aber „Wir sind das Volk“  und ich setzte Hoffnung in unser aller Heimatland. Wir als geeintes Deutschland sind bunter, lebendiger, solventer, dynamischer und sympathischer als jemals zuvor in der Welt.  In unserer Demokratie dürfen selbst die beklopptesten Blödföhne ihren Rand bis hintenhin aufreißen und ihre Weltsicht kundtun, denn das ist Teil unserer Freiheit. Meinungsfreiheit.

Darum Herzlichen Nationalfeiertag Deutschland ich bin gern ein Teil von dir und nicht nur weil wir Fussballweltmeister sind.